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DAS ORANGE JUNGLE TAGEBUCH

1996...

03.1996 - Eröffnung

Der erste Orange Jungle erblickte bereits vor über zehn Jahren das Licht der Welt. In einem wirklich kleinen Laden von ca. 35 Quadratmetern (eher ein größeres Wohnzimmer) konnte man in einer besonderen Zeit neben den ersten Skateboards auch Snowboards und Inlines erstehen sowie die dazugehörenden Klamotten und Schuhe an sich bringen.

06.96 – Der erste Contest

Regelrecht familiär ging es auf den ersten Contests zu. Man traf sich im Laden und machte ein oder zwei Autos voll, um gemeinsam nach Saalfeld, Rudolstadt, Chemnitz oder gar Dresden zu fahren. Das ganze hatte einen Hauch von Familienausflug einer Gruppe schwer Erziehbarer. Wer dabei war wird dieses Gefühl aber nie vergessen

08.1996 – Mastership und ein paar Schuhe bitte

Der Münster-Monster-Mastership. Die langezeit wichtigste Skateboardveranstaltung in Europa und ein Muss für jeden, der ein Rollbrett sein eigen nennt. Eine kleine Anekdote davon spielt sich im ersten Orangejungle-Jahr ab.
Irgendwie haben wir vor der Contesthalle geschlafen und Sebastian hatte am nächsten Morgen keine Schuhe mehr. Du wirst jetzt sicher sagen, dass man seine Schuhe auch nicht vor dem Zelt stehen lässt. Aber Sebastian war nicht der einzige Barfußgänger an diesem Tag und manchen anderen haben sie die Schuhe sogar unter dem Schlafsack rausgeklaut. Nachdem sich an einem der Verkaufsstände in Halle 1 neue besorgt wurde, mussten diese nur noch am brennenden Fahrradhaufen ihre Tauglichkeit beweisen. Alles überstanden; na dann mit dem Einkaufswagen ab zum Bierholen...

10.96 – Nachtdienst

Bereits mit den ersten eingetroffenen Snowboards im Herbst 1996 zeigte sich, dass da ein neuer Laden in der Stadt war. Wer zu dieser Zeit am Laden vorbeikam nachdem er sein Feierabendbier in der Rotplombe genossen hatte wird sich erinnern, dass auch zu später Stunde noch Licht brannte, da Fabian bis in die Nacht Kunden beriet und über die besten Spots der Alpen und der Region philosophierte.

12.96 Merry X-Mas

Das erste Weihnachtsfest.

 

1997...

04.1997 – Herausgewachsen

Kein komplettes Jahr war vergangen als bewusst wurde, dass das große Wohnzimmer schon zu klein wurde und man sich nach einer neuen Location umsehen musste.

10.1997 – Das neue Zuhause

Endlich geschafft. Die neue Verkaufsfläche in der Pergamentergasse ist bezogen. Schon die Einweihungsparty machte klar, dass dieser Laden etwas besonderes ist. Den ersten Eindruck einer Skateboutique zerschnitt sehr schnell die im Laden eingebaute Miniramp, die bereits zur ersten Party ordentlich hergenommen wurde. Allerdings war sie nicht nur ziemlich schwer zu skaten, sondern machte auch einen Höllenlärm. Darüber hinaus musste sie leider dem wachsenden Warenbestand weichen...

11.1997 – Die ersten Snowboardtrips

Die Snowboardreisen des Orange Jungle sind bis heute legendär, aber die ersten Fahrten waren der Anfang von allem. Übermässiger Alkoholkonsum, maßlose Selbstüberschätzung in Sachen Können und ein Bus voller Gleichdenkender war die beste Mischung, die es im Winter gab. Ob man auf der Hütte saß und Tiroler Spezialitätenteller aß, oder sich aus einem Reisebus betagter Kaffeefahrtteilnehmer den mitgeführten Proviant stibitzte wurde dabei zur Nebensache.

 

1998...

11.1998 – Zuwachs

Nachdem sich der Orange Jungle in den ersten beiden Jahren prächtig entwickelte und die integrierte Minirämp dem bereits mächtig gewachsenen Angebot weichen musste war es wieder an der Zeit über eine Erweiterung nachzudenken.
So entstand die Schwester Velvetine eine Türe weiter. Naben dem Schuhangebot des Orangejungle konnten wir zudem den Mädchenbereich erstmals richtig ausbauen und  so bedienen, wie es sich gehört.

 

1999...

12.1999 – Ein Mann wie ein Berg

Auf einem der jährlichen Snowboardtrips kam es zu einer besonderen Geschichte. Das Wetter war Prima und alle hatten mächtig Spaß. Na ja, fast alle. Einer von uns hat am Vorabend der Fahrt im Kassablanca wohl ein wenig zu tief ins Glas geschaut und als er am Mittag auf dem Berg ankam brauchte er eine Weile um überhaupt auf dem Brett stehen zu können. Irgendwie wollte das alles nicht so richtig funktionieren und nachdem er zum ersten mal in eine Gletscherspalte „gesprungen“ war, musste er das scheinbar gleich noch einmal machen. Irgendwie sah sein Hintern aus wie ein einziges A...Geweih. Laufen und Sitzen schien auch etwas beschwerlicher als vorher zu gehen. Aber wenigstens über den Spitznamen „Gletscher“ konnte er sich jetzt freuen.

 

2000...

05.2000 – Sattel und Supermänner

Neben den zahlreichen Contests haben wir auch keine Gelegenheit ausgelassen mit de Orangejunglebus Kurztrips zu den besten Skatelocations zu unternehmen. Der Trip nach Sattel im Sommer 2000 beschreibt einen davon:
Zuerst sind wir knappe 9 Stunden in die Schweiz gefahren und sofort als wir ankamen hat sich Thorsten, unser Fahrer so dermaßen auf die ... gelegt, dass er sich mit einer Gehirnerschütterung für einige Stunden in den Bus legen musste. Irgendwann ging es dann aber wieder. Am Abend haben wir dann auf einem der Almenwege ausprobiert, wie schnell man mit dem Skateboard downhill fahren kann, bevor man wie Superman in den nächsten Misthaufen fliegt. Dennis hat gewonnen..., aber beim Skateboardrennen in der Sommerrodelbahn wurde er dafür aus der Bahn geschupst, hi hi. Auf der Heimfahrt meinte einer der netten Grenzer ob es in Deutschland keine gültigen Ausweise gäbe. Unser Fahrer hätte besser seinen Mund gehalten, aber wir konnten doch noch verhindern, dass wir nicht ausreisen durften.

10.2000 – OJ jetzt in Jena


Im Oktober 2000 eröffneten wir den Orange Jungle auch in Jena. Von diesem Zeitpunkt änderte sich in Jena so einiges...

 

2001...

04.2001 – Skaten im Paradies

Kaum hatten wir in Jena für Nachwuchs gesorgt, konnten wir uns um einen neuen Skatepark kümmern. Die Stadt und im Besonderen das Jugendamt und das Garten- und Friedhofsamt schafften es einige freie Mittel in ihrem Haushalt zu binden und unser Freund Andreas Schützenberger von IOU-Ramps kam zu Besuch um mit uns den Skatepark im Jenaer Paradies zu bauen. Alle halfen mit und innerhalb einer Woche im Frühjahr stand er; der Paradies-Skatepark.

09.2001 – Savier Team in Jena

Nachdem wir den Skatepark in Jena gebaut hatten, hat sich auch schon der erste Besuch eingestellt. Brian Anderson und Tim O´Conner waren mit ein paar Kollegen von Savier auf der Durchreise zum Mystic Cup nach Prag und kamen auf einen Zwischenstopp bei uns vorbei. Wir haben gleich den Grill angeworfen, ein paar Stiegen Bier besorgt und alle Freunde angerufen. So hatten wir eine echt angenehme Session im Park und anschließend eine echt witzige Party im legendären Penthouse über den Dächern von Jena.

 

2002...

08.2002 – Brettkampf

Zum ersten mal hat die osdeutsche Skateboardmeisterschaft  „Brettkampf“ bei uns in  Jena Station gemacht. Gemeinsam mit den Städten Leipzig, Chemnitz und Halle haben wir zum ersten Mal einen Event wie diesen auf die Beine gestellt. Würstchen und Bier haben gerade so gereicht und wer dabei war und mitgefahren ist, der weiß von diesem Moment an, wie es ist unter dem Jubel von 350 Leuten zu fahren und mit 50 Startern gleichzeitig ein Practice zu bestreiten. Dabei haben wir kurz vorher den Paradiespark noch um ein Londongap erweitert. Für die Zukunft geht auf jeden Fall noch was...

 

2003...

03.2003 – ASD in Erfurt

Auch in Sachen Hip-Hop hat sich einiges getan. Samy Deluxe und Afrob im Centrum mit denen wir ihr Konzert der Tour „Wer hätte das gedacht“ organisiert haben waren die ersten und Namen wie Ferris MC oder die Berliner Crew um Sido folgten. Jedes mal sind die Leute ordentlich durchgedreht und dementsprechend haben sie das Haus gerockt.

10.2003 – Videopremiere Yeah Right

Endlich. Nach langem Warten konnten wir allen Skatehungrigen das neue Skateboardvideo von Girl im Domizil in Erfurt vorstellen. Es waren bestimmt hundert Leute da und die Stimmung war verdammt noch mal yeah right... Damit ist der Funke von unseren Premieren im Winter auch auf den Sommer übergesprungen und eine Tradition hat ihren Anfang genommen.

10.2003 – The AP-DVD

Nachdem schon in Erfurt die Präsentation von Yeah Right ein voller Erfolg war, haben wir in Jena noch eine etwas andere Premiere gefeiert. Die Jenenser Asphalt Propheten haben nach Jahrelangem Filming von Tilo nun ihre eigene AP - DVD und die kann sich wirklich sehen lassen. Die Jenaer Superstars wie „Geschemo“ oder „der Fan“ haben viel Blut und Schweiß in dieses Meisterwerk gesteckt. Selbst Skatemagazine wussten diesen Film zu würdigen. Wenn Du den Film noch nicht kennst watch it...

10.2003 – Der A*** Song

Da waren sie, die Jungs aus Berlin. Sido und Co. haben mal ordentlich Gas gegeben und das Unikum zum wackeln gebracht. Manche hat man danach gesehen, als sie sich den Mund mit Seife und die Ohren mit Ata ausgewaschen haben...

 

2004...

04.2004 – Black Label

Rock ´n´ Roll!!! Zwei Tage lang waren die Profahrer von Black Label in Erfurt und Jena unterwegs. Svitak und Co. haben die Miniramp in Jena so dermassen zusammengefahren, dass man dachte, man hätte die letzten Jahr nur auf der Wiese gechillt und sein Brett nur zu Hause an die Wand gehängt. Aber vielleicht kannst Du ja erklären wie man über einen Meter hohe Forntside Airs ohne Grab über die gesamte Breite der Rampe macht. Kannst Du nicht? Egal, Ich hab´ja jetzt gesehen, dass es geht und werde eben weiter dran arbeiten.

09.2004 – Das Fest

Das hat es in Erfurt noch nicht gegeben... Das Fest - Skateboarding, Streetball und Graffiti an einem Wochenende in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle: Das sind ja gleich... Das Finale des diesjährigen Brettkampfes mit einem Gesamtpreisgeld von 5000,- Euro hat über siebzig Starter nach Erfurt gelockt und wir haben dafür extra die Eissporthalle klargemacht und auf einem der Hockeyfelder den Parcours der Etnies European Open aus Lausanne in der Schweiz auf zwei Vierzigtonnern nach Erfurt gehieft.
Neben dem Brettkampffinale gab es ein Streetball-Turnier mit den Jenaer Baskets auf dem zweiten Hockey-Feld auf acht Courts und mit knapp 40 Teams. In Sachen Graffiti konnte man mit der Unterstützung von Montana und der Maclaim-Crew auf Leinwänden mit einer Gesämtlänge von ca. hundert Metern vom Photorealismus bis zum massiven Piece alles sehen, was Graffiti zu bieten hat. Über dreitausend Leute sind gekommen und hatten ein so fettes Wochenende, dass sie erstmal eine ganze Weile brauchten um davon wieder runter zu kommen.

12.2004 – Snowboardpark Heubach

Den ganzen Sommer lang wurde gebuddelt und dann war es endlich soweit. Es lag genügend Schnee drauf, dass es richtig abgehen kann. Der beste Snowboardpark im Thüringer Wald steht nämlich seit diesem Jahr in Heubach. Das schönste ist aber, dass er für jeden was bietet und während Aldi die Rakete und Katzen-Kev sich mit Monster-Airs über den großen Kicker werfen konnten alle normalen Menschen erstmal am kleinen testen was noch so geht. Alles andere haben wir  gemeinsam mit den Jungs von Schneestern, Burton Snowboards und Eiszeit E.V. echt super hinbekommen und jetzt kann man auch vor unserer Türe Curvbox, Kinkrail, Rainbowrail und Wallride neben wunderbaren Kickern zum Jibben hernehmen. Aber das Beste ist, dass egal wann man dort auftaucht immer jemand da ist den man kennt und immer eine lustige Session zu erwarten ist. It´s fun...

 

2005...

07. 2005 – Flip Team in Jena

Dieses mal kamen die Fahrer von Flip vorbei. Genauer gesagt waren es Ali Boulala, Arto Saari und Shane Cross. Nach einen lustigen Autogrammstunde im Laden, bei der man nicht mehr treten konnte, da einfach niemand mehr in den Laden gepasst hätte waren wir noch zu einer Demo im Paradies-Park. Oh Mann. Es hat schon bei Black Label wehgetan, wenn man sieht was so geht. Ali musste dann noch das gefürchtete dreizehn Stufen Doubleset am Tretoire springen als wäre er gerade zum einkaufen unterwegs und wir konnten erst beweisen was wir können, als es abends auf Party ging. Da haben wir dann auch gar nicht so schlecht ausgesehen. Nur am nächsten Morgen war ein wenig die Farbe aus dem Gesicht, als wir nach einer Feier in Jena´s Nobelstripclub Titti Twister an einem Bootsanlegesteg an der Saale wieder zu uns kamen. Aber hey, life is fast...

08.2005 – Volcom wild in the parks

Wild in the Streets Parks. Im Erfurter Domizil Skatepark konnten wir wieder eine coole Session mit der Unterstützung von Volcom veranstalten. Deren Wild in the Parks Tour hat gezeigt, dass es eben nicht immer nur darum geht, die besten der besten in einem Contest unter Laborbedingungen auf einander los zu lassen, sondern dass Skateboarding nur durch die lebt, die sich jeden Tag die Knochen zermoschen um den einen Trick, an dem sie so lange arbeiten, endlich zu stehen. Bei lecker Grillware und gekühltem Nass hatten wir so eine richtig gute Session mit allen, die einfach mal Lust hatten wild in the parks zu sein.

09.2005  - Orange Jungle Skatecompetition

Nach den legendären Brettkämpfen der letzten Jahre haben wir uns überlegt, dass auch wir Skateboarding wieder da zu unterstützen, wo Skateboarding stattfindet. Daher haben wir dieses Jahr zum ersten mal eine Contestserie organisiert, die sich in den Städten Erfurt, Jena, Arnstadt und Eisenach mit kleineren Contests als Brettkampf es war, darum kümmert, so viele wie möglich selber auf das Brett zu holen und am Contest teilzunehmen,, ohne sich Gedanken über ein vermeintliches Skateniveau zu machen. Aus diesem Grund ist der Contest auch eher Session als Wettkampf und es macht riesigen Spaß mit Leuten zu messen mit denen man sonst auch skaten geht...

 

2006...

02.2006 – Chill and Destroy in Heubach

Nachdem wir jetzt auch einen richtig fetten Snowboardpark vor der Türe hatten konnten wir bereits zum zweiten Mal die Chill and Destroy Tour bei uns genießen. Mit Eventadressen wie Oberstdorf oder Axamer Lizum ist klar, dass es hier echt abgeht und sich der Park in Heubach mit den Alpenregionen messen kann. Der Park wurde extra frisch geshaped und die Fahrer haben gewusst wie man sich dafür bedankt. Was für ein Tag im Schnee...

10.2006 – Happy Birthday

10 Jahre Orange Jungle. Hurra, Time to Party! Das war vielleicht was, die Geburtstagsparty im Gartenbaumuseum auf der Ega. Vierhundert Gäste jede Menge Getränke und die Stieber Twins, die auflegten. Fliegender Wodka, kletternde Naktfrösche und kontaminierte Palmen... Das die Feier gut war sieht man immer dann, wenn am nächsten Morgen die Leute aus den Büschen krabbeln, nach ihren Brillen suchen oder im eigenen Auto pennen und dabei verriegelt und gleichzeitig den Schlüssel verloren haben während der eigene Magen rebelliert. Vielleicht bist aber auch Du danach anstatt in die Straßenbahn in den Zug eingestiegen und am Endbahnhof irgendwo im Nirgendwo durch freundliches Zugpersonal wieder ins Leben zurückgerufen worden, ohne zu wissen wo Du, Deine Schuhe oder Dein Portemonnaie  sich befinden. Natürlich aber auch daran, dass so abgedreht wurde, dass das erste was umfiel nicht der Praktikant, sondern der LCD Fernseher war und der venezianische Brunnen aus dem vierzehnten Jahrhundert in der Mitte der Zitadelle nur durch eine zwei Zentimeter dicke Plexiglasplatte vor dem Untergang bewahrt werden konnte, die dann zum Schluss auch zerbrach. Hoffentlich dauert es nicht wieder zehn Jahre bis wir das wieder erleben dürfen. Aua mein Kopf...

 

2007...

03.2007 – Wünsche werden war

Hättest Du es geglaubt? Ich auch nicht, aber wir haben es irgendwie gemeinsam mit der Stadt hinbekommen den total maroden Skatepark am Domizil in Erfurt nahezu vollständig zu erneuern. Wieder hat uns dabei IOU-Ramps und unser Freund Andreas Schützenberger geholfen und uns eine nagelneue Quarter, eine Bank, eine Wedgeramp und ein wunderschönes Curb-Cut gebaut. Die ersten Veranstaltungen sind bereits gesetzt und die Orange Jungle Skatecompetition freut sich schon jetzt auf einen nahezu gänzlich neuen Tour-Stop.

 


..... to be continued .......

 

 
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